Ab 20. Oktober 2026 - Somerset West.

Samstag, 17.10.2026
Langsam wird’s ernst. Heute scheint zum ersten Mal seit gefühlten Wochen, wenn es auch nur Tage waren, die Sonne nicht. Es graut sich ein und regnet ein wenig. Es wird Zeit für uns zu gehen. Die Lufthansa hat uns in einer Marketingaktion ein Upgrade-Angebot geschickt. 12.000€, um auf die Business Class umzusteigen. Gelächter im Saal.


Die Woche vollgepackt. Letzte Treffen mit Freunden, jeden Tag mindestens Einer. In der Reihenfolge Norbert K. in der Schmalznudel, Erwin und Norbert R. im Dreimühlen, Astrid und Jens bei Antonello, Champagner- / Austernabschied von Stefan am Markt, Ina, Jotis und Gianni im Fratima. Dazu noch König Lear mit Manfred Zapatka im Residenztheater, traurige Neuigkeit von Marlene, gute Botschaft von Klaus, einige Telefonate mit Dominique, Karin, Thilo und Christina. Letztes Mal zu unserer Dottoressa, auch da großer Abschied. Hat alles gutgetan, macht es auch nicht leicht, alle für eine Weile zurückzulassen.
Jetzt nach vorne blicken. Die Abstimmung mit Divan, Chef vom südafrikanischen Autoverleih ziemlich locker. Sie holen uns am Flughafen ab und bringen uns zum Parkplatz ein paar Meter entfernt. Meine Bitte nach einem größeren Transportfahrzeug wegen der vielen Koffer wurde gekontert. Dann wird Eurer Mietwagen auch zu klein sein. Wir holen Euch ab und bringen Euch nach Hause. Dort wird das Auto auch hingebracht. Kostenfrei. So kann es auch gehen.

Packtag am 18. Oktober

Die Körbe mit der Wäsche füllen sich, das Auto bezahlt und bestätigt. Es geht rund.

Letztes "Fare-Well" Dinner mit Alice bei uns, sie passt auf die Wohnung auf, dann wird es grau und Ute packt. Nur noch zweimal schlafen. Wir wissen noch immer nicht, wie wir uns fühlen.



Am Dienstag geht es dann final los.




eingecheckt ...


Dienstag, 20.10.2026, Mitternacht, Flug LH 576 FRA CPT 

da war es noch vor dem Chaos

Die Hinreise ein Chaos - selbstverschuldet. Ute hat den ganzen Morgen die Möbel abgedeckt. Na ok, ein Klitzekleines bisschen hab ich mitgeholfen. Kurz vor 15:00 hab ich selbiges mit meinem PC-Equipment gemacht. Laptop kommt mit. Dann der Gedanke, wohin mit dem Laptop, wenn für die Koffer beide Hände gebraucht werden. Die Koffer groß genug, haben Außentaschen, Problem gelöst. Laptop verstaut. Mit Bus und Bahn zum Flughafen, alle vier Koffer eingecheckt, ab in die Lounge. Wir haben für den kurzen Flug nach Frankfurt wegen des Fotorucksacks Business gebucht. Entspanntes Warten auf den Flug, 18:30 soll boarden sein. Gegen 18:00 Richtung Gate G34. Kommt mir schlagartig, oh Gott, der Laptop ist im Koffer. Leichte Panik, sowohl wegen Lithium als auch wegen Diebstahl. Der Schweiß beginnt zu rinnen, unser beider Blutdruck schießt hoch. Um die Ecke der Lufthansa Service, Nummer gezogen, nette Dame erwischt, Problem geschildert. Na, so was haben die auch nicht jeden Tag. Dann geht’s rund. Kreuz und quer wird von den hilfsbereiten Lufthansa-Menschen durch den Flughafen telefoniert, wieviel Watt hat die Batterie, bis 100 W angeblich kein Problem. Weiß ich doch nicht. Werden zum Gate geschickt, sie arbeiten daran. Am Gate der Supervisor Herr Mende. Gibt sein Bestes. Captain angerufen, er hat letztlich die Verantwortung. Bis Frankfurt kämen wir, aber nicht bis Kapstadt. Zu gefährlich. Der Captain kümmert sich. Die Koffer werden wohl wieder ausgeschleust. Er geht runter ans Gepäck, wir sagen ihm, wo der Laptop ist. Funkspruch: "Hab ihn". Er kommt ohne Gerät zu uns. Wurde von einer Logistikerin beobachtet, wie er mit unserer Freigabe am Koffer war. Darf er nicht. Wir stehen mit der Crew am Flugzeug. Vorschlag von Hr. Mende, er kann uns auf den nächsten Flieger nach Frankfurt umbuchen. Geht in einer Stunde. Machen wir, gehen zurück zum Gate, er ruft seine Chefin an, geht klar. Drückt uns die Boardingpässe für den 20 Uhr Flug in die Hand. Ruft die Logistik an, Koffer zurück ins Gebäude. 50 Minuten Zeit. Wir rennen zurück zum Ausgang, warten auf unser Gepäck. Kommt einer oder kommen alle Koffer? Einer kommt, und nun? Nachfrage beim Gepäckzentrum. Ein Mitarbeiter verspricht: „Ich kümmere mich“. Die drei Koffer sind grün, also irgendwo unterwegs. Müsste klappen. Wir nehmen den Koffer, rennen am Zoll vorbei raus, wieder zum Check-in. Müssen zur Supervisorin. Checken den Koffer ein. Haaaaalt, stop, der Rechner ist noch im Koffer. Gerade noch gut gegangen. Alle kümmern sich, dennoch verrinnt die Zeit. Noch 30 Minuten bis zum boarden nach Frankfurt. Wieder durch die Security, wieder wird der Rucksack auf Sprengstoff geprüft. Durch! Wir Rennen zum Gate G 18. Sind komplett verschwitzt. Nachfrage am Gate, ob die Koffer dabei sind. Status grün, sind irgendwo. Sie gibt der Purserin Bescheid und die uns. Wir boarden, sprechen die sehr nette Purserin an, sie schaut nach. Grün, noch kein Container. Dann Entwarnung. Die Koffer sind an Board, ganz zum Schluss gekommen, befinden sich im Bulk der Crew. Erstes Durchatmen. Wir quatschen ganz nett mit ihr, etwas Ruhe kommt rein. Dafür haben wir jetzt in Frankfurt nur noch 30-40 Minuten Zeit, um ans Gate zu kommenund zum Boarden. Von A1 durch die Passkontrolle, noch einmal Gepäck checken? Wir geben Gas. An der Grenzkontrolle Menschenmassen. Haben sie durchgesagt, da neue Regeln zur Ausreise existieren - für Nicht-EU Passagiere. Bei uns ein paar Automaten, nix los. Und durch. Gepäckcheck, kommt der noch? Nein, Na Gottseidank. Wir sind nach 10 Minuten am Gate Z 50 und können boarden. Und jetzt sind wir schon 90 Minuten in der Luft. Die Maschine knackevoll. Die / wir Schwalben sind unterwegs, in Norddeutschland sind 14 Tage Ferien.

Unser Sitznachbar, ein sehr netter „Senator“ kommt auch schon seit 2005 nach Südafrika, hat hier geheiratet, Frau und Kinder sind schon hier, im Krügerpark. Themen genug für einen Plausch

Die anderen Sachen, wie "Smash and Grab" und meine Gedanken, die Wohnung brennt, vielleicht Morgen. Gute Nacht!

Mittwoch, 21.10.2026, 15:00, Somerset West

Angekommen, durchgeschnauft, Wohnungstür zugesperrt.

Die Nacht erwartungsgemäß nicht so prickelnd. Ute neben mir auf Sitzplatz 20G hat sich auch nicht wirklich ausruhen können. Die zugekaufte Beinfreiheit tut gut. Egal, der Flug sehr ruhig, ein paar kleine Kinder haben lang geschrien, die armen Zwergerl, unser Dreierblock hat sich dem Filmeschauen entsagt, alles dunkel. Die Kapitänin - da ist Englisch mit Captain deutlich eleganter – bringt uns ins grau verhangene Kapstadt. Nicht allzu warm, geht wohl heute an die 20 Grad. Sehr angenehm. Immigration mit unserem Rentnervisum easy, ab ans Gepäckband. Und siehe da, alle vier Koffer sind angekommen. Das ist doch ein sehr schöner Anfang nach dem Chaos. Handy aufladen, wird auch immer teurer. Ein paar Rand Airtime und 40 GB Data für uns zwei, schon sind über 100 Euro! weg. In der Eingangshalle wartet schon Divan auf uns. Wir drei sind uns gleich sympathisch, ratschen, lernen viel, hören viel zu. Divan wollte uns persönlich kennenlernen. Sehr angenehm. Er fährt uns nach Hause, wo schon sein Fahrer auf uns wartet. Wir bekommen einen Chery SUV, mords viel Auto fürs Geld. Ist zwar ein Chinese aber alles dran, alles drin. Walle erwartet uns auch schon. Herzliche Begrüßung. Die Rampe zur Wohnung wird mit dem Gepäck zur Bergtour. Die Tür geht auf, wir sind wieder daheim. Eben im anderen Daheim. Keine lange Pause, der Kühlschrank ist leer. Routiniert die 10 Minuten zur Vergelegen Mall. Das Auto läßt sich gut fahren. Wir machen die kleine Runde, also Checkers, Clicks, Mr. Price Home, Woolworth – ein anderer als der komische amerikanische – Food Lovers. Kofferraum voll, zurück in die Mainroad und zum Bäcker. Zuhause ausgepackt, Gaggia angemacht und den zweiten Espresso mit dem mitgebrachten Kaffee und einer köstlichen Zimtschnecke genossen. Da fliegst Du knapp 10.000 Kilometer ans andere Ende der Welt und dann diese süße Köstlichkeit.

Feierabend, auch wenn es erst 15:30 ist.

Nachtrag zu oben. Walle hatte uns eine Nachricht geschickt, dass wieder "Smash and Grab" Verbrecher in Flughafennähe tätig sind. Alle aus den nahen Townships. Rennen auf die Straße oder an einer roten Ampel, die wir auf der Strecke nicht haben, ans Auto, schmeißen die Scheibe mit einem Stein ein, langen rein und sind schon wieder weg. Verletzung der Insassen wird in Kauf genommen. Divan hat auch davon erzählt, dass es selbst hier nicht sicher ist. Man müsse eben aufpassen.

Und die andere Geschichte kopfmäßig gruselig. Mein Hirn fantasiert im Halbschlaf vor sich hin, dass ich Rechner und Bildschirm warm abgedeckt hatte, das Stromkabel angesteckt ist und die Bude brennt. Ne, kann ja gar nicht sein. Alles ausgesteckt, außerdem hätte sich schon jemand bei uns gemeldet. Wir waren ja noch bis 22:00 erreichbar. War einfach a bisserl viel. Jetzt ist es gut. Stille, Licht, Meer und Ruhe.


Freitag, 23. Oktober 2026, Somerset West

Am gestrigen Donnerstag ist nicht viel, bis gar nichts Aufregendes geschehen. Auspennen bis 10:30, ausgiebig frühstücken. Die Tür ist verschlossen geblieben. Herrliches Licht draußen, in der Wohnung kühl. Ankommen.

Walle hat ihre andere Wohnung nebenan einem Makler übergeben. Sie veröffentlichen sie, sobald noch mehr Schwalben eingetroffen sind. Südafrikaner kaufen sie eher nicht. Im Frühjahr waren wir noch interessiert. Aber jetzt eher nicht mehr, nachdem die Kiste mit der zunächst verkorksten Daueraufenthaltsberechtigung durch die Südafrikaner so erschwert wurde. Es wird  dennoch spannend, wie viel sie kosten soll. Walle erzählt, dass sehr viele Deutsche hierher ziehen; die politische Entwicklung in Deutschland. Ach, auch schon gemerkt. Deswegen sind wir ja seit eineinhalb Jahren drauf, wie wir es sind. Der europäische Sommer hat uns verkorkst. War zu schön.

Alle Koffer auspacken, sich neu organisieren. Versuch, die Webseite zu aktualisieren, komme nicht auf den Baukasten. Ticket aufgegeben, keine Antwort aus Halle-Saale. Vielleicht sind sie mit dem PHP Angriff, der gerade auf den weltweiten Webseiten unterwegs ist, stark beschäftigt. Ein weiteres KI-basiertes Ereignis. Also doch versucht, mit der KI meines Providers weiterzukommen. Ne, die ist genauso dämlich, wie viele andere KI’s. Die Vorschläge idiotisch, wirklich zu dämlich, angeblich kein Zusammenhang mit der PHP-Attacke. Möglicherweise sei mein System nicht kompatibel. Quatsch, neuestes Win 11, neuester Edge- bzw. Firefox-Browser. Ich geb auf. Nachts um 23:00 klappt der Zugriff wieder. Also doch PHP-relevant. Ansonsten viel IT Gedöns. Bei dem, was in den USA abgeht, möchte ich doch unabhängig von deren IT sein. Lightroom und Photoshop stören da. Dabei ist das System genial. Dennoch ernsthafter Versuch, auf DxO aus Frankreich zu wechseln. Hab ja Zeit. Was das mit Südafrika zu tun hat? Ja nix, wir leben bzw. versuchen, genauso zu leben wie in München.

Kleine bzw. große Unterschiede. In der Kapstadt-Region gibt’s von Escom nur noch prepaid-Strom. Ja, richtig. In der Wohnung wurde ein Zähler angebracht, der das aktuelle Guthaben anzeigt. Bei einer vereinbarten Mindestanzeige rufe ich Walle an, sie kauft neuen Strom und schickt mir den entsprechenden Token, der am Zähler einzugeben ist. 
Wasser: Wir kaufen 30 Liter Trinkwasser im Supermarkt in 5-Liter Kanistern. Reicht für ein paar Tage, wird ja nur zum Trinken und Kaffee verwendet. 

Heute war ein gemütlicher Tag. Lesen, viel quatschen, schön kochen, dann ausgiebig Sokos angeschaut. Macht den Kopf leer und entspannt.
Morgens scheint die Sonne. Also eher aufstehen, in die Somerset Mall fahren. Der Bluetooth Lautsprecher hat den Weg nicht in den Koffer gefunden. Gleich weiter in die entgegengesetzte Richtung zur Vergelegen-Mall. Wochenendeinkauf. Essensplan steht, beim Food Lovers bekommen wir diesmal alles, was auf unserem Zettel steht. Wieder heimfahren, auspacken, Zeugs verstauen, dann wieder raus. Fahrt über Strand, wo vor ein paar Wochen mit Kalaschnikows in einer Braai-Area, auf Deutsch Grillplatz, ein Massaker stattgefunden hat. Die Gegend nicht unfreundlich, stark muslimisch bzw. islamisch geprägt, gut vermischte Bevölkerung; vorbei an Harbour-Island wo wir uns letztes Jahr Wohnungen anschauen wollten. Ja, wollten, da sperrst Du Dich ein. Ist nix für uns. Parken am Bikini Beach. Ein ausgedehnter Spaziergang ist angesagt. Es ist warm, es wird noch wärmer. Herrlich. Am Meer entlang, durch den Ort Gordons Bay, ein paar Meter die Steilküste hoch, oben zum Parkplatz zu „unserer“ Bank. Blick über die False Bay auf den Helderberg. Ein verdammt schöner Flecken hier. Deswegen sind wir in diese Gegend gekommen. Nichts Aufregendes, einfach nur schön. Langsam wieder zurück zum Auto und nach Hause.

Ankunft - Es ist noch etwas grau und kühl
Ankunft - Es ist noch etwas grau und kühl
Erster Hatsch zu unserem Platz; Blick über die False Bay
Erster Hatsch zu unserem Platz; Blick über die False Bay
Anglerin am Freitag nachmittag
Anglerin am Freitag nachmittag
Verzeihung, es ist a... kalt im Wasser
Verzeihung, es ist a... kalt im Wasser



Samstag, 24.10.2026


Und das Chaos geht weiter. 
Nach einem schönen Abend, feinem Essen, ruhigen und erholsamen Schlaf eine Frühstück, dann wollen wir los. Ute greift in die Tasche, holt ihre Wallet raus - Sch… die Kreditkarte ist nicht da. Das darf doch nicht sein.Tasche duchsucht, Auto durchsucht, nix. Gut, sie war gestern nicht recht fit, „warum habe ich nur das Geld vom ATM abgeholt“, wo waren wir noch? Ne, keinen Chance, wenn sie verloren ging, ist sie weg. Konsequenz ist sperren lassen. Bei der Hotline in Deutschland, angerufen, hat gefühlt eine Ewigkeit dauert. Nach wenigen Minuten spricht sie mit einem Menschen, einer freundlichen Dame, die zwar sachlich wirkt und dennoch genug Empathie ausstrahlt, um etwas zu beruhigen. Die letzte Aktion auf der Karte war gestern an einem ATM. Es ist also nichts passiert. Immerhinque (wer das nicht kennt, dem sei „Tadellöser und Wolf“ empfohlen). Ok, die neue Karte wird zugeschickt - nach Deutschland. Erster Schreck vorbei, wie kommen wir an die neue Karte? Andrea angefunkt, die uns in in wenigen Wochen besucht und so was vom Fach ist. Ok, geht nicht ran, also per WhatsApp. Ute greift noch einmal ihre Wallet und schaut in ein Nebenfach. Och nö, da isse ja. Könnte erst einmal beruhigen, tut es nicht. Dann sind wir auf meine Karten angewiesen, was nichts ausmacht solange sie nicht geklaut oder verloren sind. Aber erst mal durchschnaufen. Wieder bei der Hotline angerufen und den Auftrag zum Entsperren erteilt. Zur Sicherheit eine Mail an unseren lieben M. Schwarz von der Bank. Mal schauen, vielleicht kann er am Montag etwas beschleunigen. Andrea informiert, dass sie nichts tun muss. Jetzt müsste es laufen.
Ab ins Auto, rüber zum Bäcker, Weißbrot für heute Abend und Mohnsemmeln für Morgen früh. Weiter in die Somerset Mall, einen Ersatzrasierer für Ute kaufen. Scherblatt defekt. Wieder heim, alles abladen. Das Wetter wunderschön. Kein Wind, 23 Grad, Mix aus Sonne und Wolken. Ein Traum verglichen mit den 8° C und Niesel und Sturm und dunkel daheim. Weißte was, wir gönnen uns was. Fahren die R44 Richtung Stellenbosch, dann links durch die Weingegend. Ein Traum. Hat was von Italien, Bayern, Frankreich. Viel Grün, Berge, Weite. Das, weswegen wir auch hier sind. Kein Abenteuer, keine Sensationen, einfach entspannen. Sind zu alt für das Chaos. Es wirkt noch stark nach. Hier können wir durchatmen. Wir fahren ins legendäre Weingut „Meerlust“. Von dem Weingut gab’s für mich 1993 den ersten Rubicon. Ihr Premium-Wein. Das Weingut liegt wunderschön. Anfahrt durch eine breite Palmenallee; tyisch kapholländische Häuser. Ein altes Weingut. Außer uns kein Tourist da. Wir quatschen mit den beiden Damen im Weinshop - eine Weinprobe wollen wir nicht - und sippen an einem Glas Rubicon 2023. Wow, immer noch sensationell. Dann dürfen wir an einem 2012er kosten. Welche Reife, welche Fülle, der Knaller. Erinnert mich an große Barolo, aber eben Rubicon. Von dem Jahrgang hat sie keinen mehr, dafür vom 2009er. Er sei einer ihrer Besten gewesen. Nicht günstig, aber egal. Drei Flaschen vom 2023 und eine vom 2009er. Für eine Feier, einen Feiertag oder was auch immer kommt. 
Gemütliche Rückfahrt, es fehlt noch Chenin Blanc. Morgenster hat keine, sie bauen nur Italiener an. Nebendran liegt Vergelegen - wer versucht, das richtig auszusprechen, versagt unwillkürlich. Vergelegen liegt so schön, hat den Kampferwald zum picknicken. Ach ja, da stammt auch der Kaschmirschal vom April her. Nur Chenin Blanc haben sie nicht. Dann doch die paar Meter zum Morgenster und Vermentino und herrliches Olivenöl und ein paar Kalamata Oliven gekauft. 
Mensch, was ist die Gegend hier ein Traum. Beruhigt schon ein wenig. Tja und jetzt liegen wir auf unserer Dachterrasse, genießen die Sonne und hoffen, endlich hier anzukommen. Ist schon sehr komisch.

Weingut Meerlust - 4 Rubicons müssen her; 1 aus 2009
Weingut Meerlust - 4 Rubicons müssen her; 1 aus 2009
Weingut Meerlust - Innenleben
Weingut Meerlust - Innenleben
Einer der beiden reizenden Damen bei Meerlust
Einer der beiden reizenden Damen bei Meerlust
Die andere der beiden reizenden Damen bei Meerlust
Die andere der beiden reizenden Damen bei Meerlust
Licht und Schatten auf kapholländischem Bauwerk
Licht und Schatten auf kapholländischem Bauwerk
die Palmenallee auf dem Weingut Meerlust
die Palmenallee auf dem Weingut Meerlust
Unser Chery ... Kleinwagen geht anders
Unser Chery ... Kleinwagen geht anders



Sonntag, 25.10.2026


Gar nicht so einfach diesmal, die (beider) innere Ruhe wieder zu finden. Gegen 16:00 am gestrigen Samstag verabschiedet sich das Internet. Nicht schon wieder bitte. Checke den Router, WLAN ist da, aber kein Netzwerk draussen. Wir hängen an der Nachbarwohnung. Da kann ich nicht viel tun. AEG nützt auch nichts. Och nöööö.
Wir genießen dennoch den G&T mit einem herrlichen Cape Town Classic auf unserer Dachterrasse, kein Wind, schönes Abendlicht über der False Bay. Die Hottentottenberge wieder mit dem berühmten Table Cloth bedeckt. Alles grün hier.
Schnelles, feines Abendessen, dann hören wir wieder den Gai-Jin weiter. Spannendes Buch.
Dennoch komisch ohne Internet. Wir sind davon ähnlich abhängig, wie von GWS. Es müßte mittlerweile GWIS heißen.
Sonntag Morgen nach einem langen und ruhigen Schlaf. Die Wolken weg, strahlend blauer Himmel, allerdings ist der kräftige Wind da, Temperaturen steigen. Das Internet noch immer nicht zurückgekehrt. Nach dem Frühstück, der Strom ist weg. In der ESP App nachgeschaut, keine Meldung. Walle angeschrieben, auch wegen des Internets, draußen nachgeschaut, Strom muss da sein. Das Garagentor öffnet sich und irgendwo läuft ein Fernseher. Schau doch mal im Sicherungskasten nach. Ah, da liegt der Hase im Pfeffer. Das sind wir schlicht nicht gewohnt, dass eine Sicherung ausfällt. Aber das Netzwerk fehlt noch immer. Walle meldet sich. Sie kommt mit ihrer Freundin Rita vorbei. Zwei sehr empthaische Frauen.  Wir gehen in die Nummer 16, dem zweiten Apartment. V… ist das auch schön. Sie hat es Maklern zum Verkaufen gegeben. Ein wenig müsste gemacht werden, die Größe bei diesem zweiten Besuch für uns sehr angenehm. Ne ne ne nicht gleich jetzt wieder hirnen, ob doch … Erst mal ankommen und ein paar Wochen warten. Ach ja, im Appartment war auf dem Zähler kein Strom mehr und zack, war der Router ausgeschaltet. An dem Router hängen wir in unserer Wohnung auch dran. Ist ein so dämliches Prinzip, was Escom, der staatliche Energiekonzern, hier gemacht hat. Aufgeladen und getestet. Alles funktioniert wieder
Der Wind kommt wieder kräftig, bläst auch unsere dunklen und matschigen Gedanken weg. Eine Weile auf den Liegen auf der Dachterrasse, bei herrlich lauen Temperaturen. Das Leben ist gut. Jetzt ein wenig sandeln, dann Sport und we call it a day.

Montag, 26.10.2026


Samma wieder daheim in Somerset West. Ausflug nach Hermanus; hin auf der Küstenstrasse, die jedoch bald ins Landesinnere führt und bei dem etwas grauen Wetter eine recht öde Landschaft präsentiert. Wir haben zwar genügend Zeit, heute schnarchen sie wieder furchtbar. Nach knapp zwei Stunden parken wir am New Harbour vor dem Whale Watching Hermanus Gebäude. Noch nicht viel los, was sich bald ändert. Unsere Tour beginnt um 13:00, eine Menge Deutscher und andere Europäer fahren mit. Immerhin bleibt es trocken, nicht wie vorhergesagt. Die See zeigt sich von ihrer ruhigen Seite; der Kapitän gibt Vollgas. Nach einer guten halben Stunde wird die heutige Destination erreicht. Etliche Walmamas mit ihren zwei Monate alten Babies tummeln sich knapp unter bzw. an der Wasseroberfläche. Auch, wenn es heute keine spektakulären Bilder gibt, die Ruhe, die diese friedlichen Wesen ausstrahlen, erreicht uns. Das Boot treibt, bzw. fährt eine gute Stunde neben den Walen her. Unser Gewissen schon wieder schlecht. Wale hören doch unsagbar gut. Und unser Boot macht Lärm. Immerhin drosselt der Kapitän seinen Motor so weit es eben geht. Verrückt, so verrückt, dass wir bei der Heimfahrt beschliessen, die Tour gleich noch einmal zu machen. Vielleicht will Manuela mit - will sie, wie sie uns später per WhatsApp bestätigt. Jetzt ist eben Walbeobachtungs-Höhepunkt des Jahres. Berührt steigen wir ins Auto und fahren auf der Direttissima, sprich der N2 zurück nach Hause. Der Hunger treibt uns gegenüber ins Sanook. Wir haben seit einer Woche ausser ein wenig Salami, Schinken und Hähnchen kein Fleisch gegessen, also her mit dem Steak. Draussen geht gerade um 19:00 die Sonne in traumhaftem Leuchten unter. Gut, dass wir hier sind.


Mittwoch, 28.10.2026


Jetzt kehrt die Ruhe ein. Dieses herrliche Licht, die leise Atmosphäre, steigende Temperaturen, freundliche Menschen, deutlich weniger Bevölkerungsdruck - Muse für andere Gedanken. Gestern und heute ist nicht viel angesagt, waschen - ja, eine Woche ist schon rum, zur Ruhe kommen. 
Ganz andere Gedanken; Ausstieg aus US-amerikanischen Softwaresystemen wie Microsoft und Adobe. Technisch kein Problem, Alternativen stehen zur Verfügung, hab sie probiert, macht zeitlich aktuell keinen Sinn. Also noch ein Jahr weiter. Vielleicht vergeht ja der Spuk - träum weiter.
Wir fragen uns, warum die Erdbeeren im Food Lovers und selbst beim Spar um die Ecke heuer so mau schmecken. Genau vor einem Jahr haben uns Duft und Geschmack umgehauen, aber jetzt… Zum nächsten Erdbeerfeld sind es nur ein paar Minuten. Außerdem schreien blauer Himmel und 25°C nach einem kleinen Ausflug. Ab auf die R44 Richtung Stellenbosch. Also offen hat der Farm Stall schon. Auf den Feldern nur Scarecrows -Vogelscheuchen. Erst mal in den Laden und das Angebot prüfen. Sehr ordentliche Sachen. Selbstgemachtes Jam und Marmelade vielfältigster Früchte. Honig von den Feldern rings herum, eingelegtes, Trockenfrüchte. Hierher lohnt es sich, ab und zu zu kommen. Auch Erdbeeren im Angebot. Wesentlich größere als in den Supermärkten. Nehmen wir. Dieser Platz ist bestimmt durch große bunte Figuren aus Blech. Alle Arten von Viechern, auch „invasive“ wie Kängurus. 
Jetzt wird schnell klar, weshalb die Erdbeeren eine andere Qualität haben. Sie sind dieses Jahr noch nicht so weit. Die Reihen von Pflanzen befinden sich noch in der Blüte. Gut zu wissen, wir kommen nächste Woche wieder.
Der Blick vom Farm Stall in die Weite lässt das Herz höher schlagen. Überall grün, Weinfelder und -hügel, Büsche, ein paar Haine. Dazu blauer Himmel und im Hintergrund die traumhaft schönen Berge. Wir drehen noch eine Runde mit dem Auto. Richtung Weingut Spier, dann weiter von hinten nach Stellenbosch. Hier sitzt sichtbar das Geld, es fühlt sich auf der Straße auch ruppiger an. Ne, aussteigen wollen wir heute nicht. Über die R44 zurück nach Somerset West. Die Fahrt fühlt sich an, wie unsere Cruises durch Oberbayern, als wir noch Cabrio oder Roadster hatten. Die Ecke ist ein Paradies – solange man sich in der Blase aufhält. Noch kurz in die Somerset Mall. Eine Leseleuchte für Ute und ein paar Cremes. Kosten in etwa so viel wie zuhause. Wir schreiben den 28. Oktober und die Mall ist voll auf Weihnachten ausgerichtet. Christbaum mit Kugeln und Kerzen inklusive. Draußen scheint die Sonne und es ist warm. Verrückte Zeiten.

Utes neue Lieblingspflanze auf der Dachterrasse
Utes neue Lieblingspflanze auf der Dachterrasse
is it magic? It's magic - Blick auf die Berge von Stellenbosch
is it magic? It's magic - Blick auf die Berge von Stellenbosch
Die Erdbeerfelder vom Mooiberge Farm Stall
Die Erdbeerfelder vom Mooiberge Farm Stall
Und dann in die Somerset Mall - Uuuups
Und dann in die Somerset Mall - Uuuups


Donnerstag, 29.10.2026


Manuela ist angekommen. Ganz lieber Besuch aus Luzern. Ihre Maschine soll um 10:30 landen, wir sind um 10:30 am Flughafen Kapstadt. Bei uns dauerte es letzte Woche nicht lange, bis wir „draussen“ waren. Ok, die Maschine verspätet sich um 20 Minuten. Auf dem Weg zum Arrival kommt uns eine bunte Gruppe Musiker daher. Tolle Musik, schrille Kostüme. Während ich ein paar Bilder mache, quatscht Ute mit einer Lady von einem Shop. Es findet wohl jedes Jahr an Silvester und Neujahr eine Parade in Kapstadt statt, die mit einem Wettbewerb verbunden ist. Die Einheimischn besuchen die Parade am 31.12. am Abend, die Touristen am 1.1. tagsüber. Nix wie checken und hin.
Ist schon spannend, die Ankömmlinge aus dieser Position zu sehen. Manche Reiseprofis, manchen Schwalben mit noch deutlich mehr Gepäck als wir haben, manche unsichere Gruppenreisende. Die Maschin von Edelweiss, Manuelas Carrier hat wohl etwas unterprivilegierte Rechte bekommen. Nach ihr gelandete Maschinen aus Frankfurt, Doha oder Dubai werden schneller abgefertigt. Es muss an der Immigration viel los sein. Letzte Woche waren wir nur zwei Maschinen aus Europa, heute kommt eine Kiste nach der anderen rein. Nach weit über einer Stunde kommt sie durch die letzte Schleuse. Was für eine Freude. Große Begrüßung, große Umarmung. Manuela fit wie ein Turnschuh.
Ab nach Somerset West. Zwischendurch mit dem Restaurant telefoniert, dass wir uns verspäten. Kurz zuhause frisch machen, dann mit UBER die paar Meter zum Weingut Morgenster. Ein traumhafter Tag, schöner Tisch im Patio. Erst einmal ein Glas Blubber zum Willkommen. Wein und Küche hier rein italienisch. Es schmeckt auch italienisch. Calamare piccante als Vorspeise, dann Catch of the day, ein Kingklipp, Pollo und Tagliata als Secundo, Affogato und Torta del Miele als Nachtisch. Dazu einen Riserva aus Sauvignon und Vermentino. Ausblick auf den Helderberg, viel Grün und noch mehr Kommunikation. Ein würdiges Willkommensessen. Als ob wir uns nicht schon wieder seit August nicht gesehen hätten. Mit dem UBER wieder heim, noch zum SPAR, etwas Salat und nebenan Biltong. Zurück in die Wohnung und ab auf die Dachterrasse.

20261029_Somerset_West03
20261029_Somerset_West14
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Freitag, 30.10.2026


Einmal False Bay und zurück. Das Wetter spürbar wärmer als in der ersten Woche, T-Shirt und kurze Hosen, sonst nix.
Nach dem Frühstück, die kleine Runde. Zum Deutschen Bäcker, zum Tanken, dann weiter in die Vergelegen Mall. Wasser und Jogurt bei Checkers. Alles nach Hause gebracht, Kaffee und ab nach Strand an den Strand. Die Fahrt zur Beach Road schon etwas anders als in den Straßen um die Weingüter. Viele Handwerksbetriebe, Reifenhändler, kleine Baugeschäfte. Dann in Strand am Strand. Ein paar Kilometer lang. Die landseitige Straßenseite wie überall auf der Welt am Meer. Hohe Gebäude mit Eigentumswohnungen, vielfach aktuell noch unbewohnt. Das Wochenende kommt erst, so wie die Saison, die langsam startet. Entsprechend wenig ist los. Wir drei unternehmen einen langen gemütlichen Hatsch am Wasser entlang. Nur wenige andere Menschen außer uns. Ein paar Afrikaner, ein paar Südafrikaner, ein paar Schwalben, wie wir. Der Wind noch lau, lässt sich gut aushalten. Deswegen sind wir auch hier. Wasser, Strand und Spazierengehen. Ein paar wenige Menschen gehen sogar ins Wasser, was für uns beißend kalt sein muss. Ein junger Mann, den ich frage, meint nur: „Oh it‘s not so cold“. Na, wenn er meint. Nach einer Weile fahren weiter nach Gordons Bay, die Küstenstraße zu unserem bekannten Aussichtspunkt hoch. Der Kaffeewagen ist da. Zwei Espresso, ein Cappuccino und ein Stück vom Crumble Cake aus der Bäckerei. Auch hier wenig los. Weiter Blick, der immer wieder fasziniert.Man meint, bis zum Kap der Guten Hoffnung sehen zu können. Im Hintergrund der False Bay die Hottentotten. Es ist ein feines Stück Erde hier. Der tag ist noch einigermaßen jung, wir fahren ins Vergelegen Weingut. Komplett andere Welt. Leise, grün, alles sehr gepflegt. Ein schöner Platz zum Spazierengehen. Der Rosengarten, der Kampferwald, all die blühenden Blumenbeete. So schön hergerichtet. Im Herrenhaus, als Museum präsentiert, wie in der beindruckenden Bibliothek ratschen wir mit den beiden freundlichen Damen, die gerne und sehr offen mit uns, auch über ihr Land, sprechen. So ganz glücklich sind hier nicht alle Menschen. Du musst immer und alles absperren, anders als z.B. in Kanada oder Neuseeland. Tun wir, sind dennoch ganz angetan. Und dieses Weingut ist schon ein Sahnestückchen. Als wir hier einmal durch sind, geht’s in die Somerset Mall. Manuela benötigt Sportklamotten. Ist ja nicht so weit. Allerdings ist die R 44 in unsere Richtung zurück sehr voll; Wochenendverkehr und der ist so stockend wie überall. Sie findet ein Teil, der Rest nicht in ihrer Größe. Wir sind ja morgen in Kapstadt. Da haben wir genügend Zeit, dass Manuela noch etwas findet. Über Nebenwege staufrei zu uns in den SPAR. Wir brauchen etwas mit Geschmack zu trinken. Castle und Castle light sollen es richten. Sehr wenig getrunken.
Wieder zuhause sind wir rechtschaffen müde. Viel Sonne, jetzt auch Wind und viele Eindrücke.


Ruhiger und intensiver Blick aufs Meer
Ruhiger und intensiver Blick aufs Meer
Strandläuferin
Strandläuferin
zwei streitende Möven
zwei streitende Möven
herrliche Muscheln in Strand am Strand
herrliche Muscheln in Strand am Strand
Manuela im Weingut Vergelegen auf dem Weg in den Shop
Manuela im Weingut Vergelegen auf dem Weg in den Shop
mystischer Kampferwald in Vergelegen
mystischer Kampferwald in Vergelegen


Samstag, 31.10.2026, Kapstadt V&A Waterfront

Wir lassen es mal wieder krachen. Die nächsten fünf Tage verbringen wir an einem unserer Sehnsuchtsorte, der V&A Waterfront in Kapstadt. Ok, nicht irgendein Hotel, sondern in einer Wohnung der Mountain Marina Luxury Apartments. Der Name ist Programm. Sicher über 100 m² groß, einem irren Masterbedroom, das sich Manuela genommen hat, einem Schlafzimmer für uns, beide mit Ensuite Bad. Eine offene Küche, verrücktes Wohnzimmer und einer Terrasse mit Blick in die Marina. Offenen Mundes nehmen wir die Behausung in Beschlag und gehen gleich die 10 Minuten weiter zur Waterfront. Es ist uns sch… egal, wie touristisch es hier ist. Samstagmittag, herrlichstes Wetter, die Menschen haben sich zurecht gemacht, eine großartige Stimmung. Noch eher wenige Touristen, dafür voller Kapstädter und Bewohner vom Western Cape, den schicken Klamotten nach zu urteilen auch etliche Menschen aus den nahegelegenen Townships. Samstags-Outfit, gute laune, viel Lachen. Ein kleiner Hunger treibt uns ins Paradores, dem spanisch angehauchten und mittendrin liegenden Restaurant, das wir seit einem Jahr immer wieder gerne besuchen. Eine Kleinigkeit tzu essen, eine Flasche Chenin Blanc und weiter geht’s. Ute reserviert für heute Abend einen Tisch im Sevruga. Und wir buchen einen Helikopterflug für Montag 10:00. Das letzte mal vor 13 Jahren, wir es Zeit dafür. Alle paar Meter findet sich eine Minibühne, wo das Buster-Festival gefeiert wird. Ein zwei Tage dauerndes Event für Straßenkünstler. Teilweise richtig gute Musik. Mir gefällt eine Dreiergruppe recht gut, ich fotografiere sie später noch im Portrait. Die Leadsängerin BB-Boitshepo hat eine feine Stimme. An der Haupttribüne präsentieren sich Schulkinder und legen zu Hipp-Hop und Rap Gruppen-Moves auf. Wir können gar nicht genug bekommen. Abends zum Essen und dann sehen wir weiter. Was für ein inspirierender Platz. Ach ja, weil es so schön ist, haben wir für Silvester ein Zimmer an der Waterfront gebucht. Absurder Preis, ist es uns wert. 


Sonntag.1.11.2026, Kapstadt

Heute nur weng textuelles. Nach einem ganzen Tag an der Waterfront inmitten es hervorragenden BusKer Festivals und der lokalen wie internationalen Besuchermit einem Abendessen in südafrikanischer "Hawker-Style"-Atmosphäre sind wir rechtschaffen platt. Begeisternd der Chor besetzt mit Menschen umliegender Townships. Welche Energie!

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